Rente mit 63: Das müssen potenzielle Rentner jetzt wissen



Rente mit 63 - Nicht für jeden möglich

Die Rente mit 63 Jahren ist offenbar begehrt. Allein bis Ende Februar 2015 wurden schon über 250.000 Anträge erstellt. Die neue Regelung sieht vor, bereits mit 63 Jahren in Rente gehen zu können, ohne Abschläge in Kauf zu nehmen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (zur Info-Seite der Deutschen Rentenversicherung). Doch jetzt zeigt sich, dass die Hinzuverdienstgrenze von 450 Euro monatlich offenbar überarbeitet werden muss. Wer mit der Rente mit 63 Jahren liebäugelt und finanziell vielleicht eher schwach aufgestellt ist, muss diese Hinzuverdienstgrenzen unbedingt kennen und beachten, um den Gang zur Schuldnerberatung zu vermeiden (Schuldnerberatung Berlin).

Hinzuverdienstgrenzen für Durchschnittsverdiener:

  • Vollrente: 450 Euro (West/Ost)
  • 1/3-Teilrente: 2.126,25 Euro (West), 1.961,27 Euro (Ost)
  • 1/2-Teilrente: 1.615,95 Euro (West), 1.490,56 Euro (Ost)
  • 2/3-Teilrente: 1.105,65 Euro (West), 1.019,86 Euro (Ost)

(Siehe: Broschüre der Deutschen Rentenversicherung)

Je früher in Rente, desto besser

Etwa 255.000 Anträge auf Rente mit 63 Jahren wurden nach Aussage des Deutschen Rentenversicherungsbundes allein in den ersten beiden Monaten des Jahres gestellt. Die abschlagsfreie Rente betrifft langjährige Versicherte, denen der frühe Eintritt in den Ruhestand natürlich gegönnt ist. Trotzdem verschärft sie den Fachkräftemangel in vielen Branchen noch weiter. Die neue Rentenregelung fällt unter die vorgezogene Altersrente, deshalb ist nur ein begrenzter Hinzuverdienst erlaubt. Bis zum allgemeinen Rentenalter, das im Augenblick mit 65 Jahren und vier Monaten festgelegt ist, greift die begrenzte Hinzuverdienstgrenze. Wer sie überschreitet, riskiert Abzüge bei der Rente. Die Hinzuverdienstgrenze macht derzeit 450 Euro im Monat aus. Doch genau an dieser Regelung ist dringender Handlungsbedarf gegeben.

Hinzuverdienst muss geändert werden

Wer frühzeitig in Rente gehen will, soll mehr hinzu verdienen dürfen. So macht man älteren Menschen eine Weiterbeschäftigung auf Teilzeitbasis interessant. Offen ist allerdings, ab welchem Alter ein teilweiser Ausstieg aus dem Berufsleben möglich ist. Offenbar ist man sich im politischen Berlin derzeit nicht einig, wie diese sogenannte Flexi-Rente aussehen kann. Jedenfalls soll sie den schrittweisen Austritt aus dem Berufsleben ermöglichen und gleichzeitig eine Weiterbeschäftigung auf Teilzeitbasis ohne Gefährdung der Rentenansprüche ermöglichen. Doch warum sind die Hinzuverdienstgrenzen für Menschen in schwierigen finanziellen Verhältnissen im Alter so bedeutend?

Altersarmut und Verschuldung droht viele zu treffen

Die Rente ab 63 Jahren ist zwar abschlagsfrei, doch sie liegt erheblich unter dem gewohnten Einkommen. Nicht selten wollen und müssen Rentner nebenher arbeiten, um ihren Lebensstandard zu halten und um nicht in die Schuldenfalle zu geraten. Auch die Zahl der Menschen über 65 Jahre, die auf eine staatliche Grundsicherung angewiesen sind, steigt in den letzten zehn Jahren kontinuierlich an.

Die_Zahl_der_Grundsicherungsempfanger_uber_65_in_Deutschland_steigt

Es besteht Handlungsbedarf

Solange die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren mit einem monatlichen Hinzuverdienst von maximal 450 Euro zur Sicherung des Lebensstandards ausreicht, können die Betroffenen die attraktive Rente problemlos wählen. Ist aber ein höherer Verdienst nötig, ist es ratsam, noch eine Weile im Berufsleben zu bleiben, um das gewohnte Einkommen zu sichern. Natürlich könnte die Flexi-Rente mit einem früheren teilweisen Ausstieg aus dem Berufsleben Abhilfe schaffen, doch diese ist nach wie vor nicht gesetzlich festgelegt. Deshalb gilt für Rentner in komplexen finanziellen Situationen, im Zweifel auf Sicherheit zu gehen und die Rente mit 63 Jahren nicht zu beantragen. So vermeidet man den unnötigen und schwierigen Gang zur Schuldnerberatung.

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